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Zechstein

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Dieser Artikel erläutert die geologische Zeitepoche, das Lößnitzer Weingut wird unter Zechstein (Lößnitz) erläutert.
Dyas - Perm von Mitteleuropa
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Guadalupium
Lopingium
Gzhelium
Asselium
Sakmarium
Artinskium
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Wuchiapingium
Changhsingium
 
 
 
 
 
 
Cisuralium
Zech-
stein
Rot-
-liegend
Chronostratigr.
Gliederung
Dyas
Pennsyl-
vanium
mya

Zechstein ist eine lithostratigraphische Gruppe der Dyas im nördlichen Mitteleuropa. Die Dyas (das Zweigeteilte, nach der Unterteilung in Rotliegend und Zechstein) war der in Mitteleuropa geprägte Name für das Perm, der sich aber international nicht durchsetzen konnte. Früher wurde der Begriff Zechstein (wie auch das Rotliegend) auch als Zeiteinheit betrachtet und mit dem Oberperm korreliert. Dies hat sich als inkorrekt erwiesen, denn die Liegend-Grenze Rotliegend/Zechstein ist diachron und reicht deutlich in das Oberperm hinein. Auch die Hangend-Grenze Zechstein/Buntsandstein liegt vor der internationalen Perm-Trias-Grenze. Der Zechstein wird deshalb heute in der Literatur nur noch als Gesteinseinheit (= Einheit der Lithostratigraphie) interpretiert, nicht mehr als Zeitintervall der Erdgeschichte. Das Zentrum des Zechsteinbeckens lag in Nord- und Mitteldeutschland sowie in Polen. Der Zechstein folgt auf der Gesteinseinheit des Rotliegend und wird von der lithostratigraphischen Gruppe des Buntsandstein überlagert.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte und Namensgebung
  • 2 Definition
  • 3 Wirtschaftliche Bedeutung
  • 4 Literatur
  • 5 Einzelnachweise
  • 6 Weblinks

[Bearbeiten] Geschichte und Namensgebung

Zechstein ist einerseits ein bergmännischer Begriff, der ?zäher Stein? bedeutet ? andererseits erinnert dieses Wort an den ?Zechstein?, auf dem die Zechen (Bergwerksgebäude) für den Abbau des Kupferschiefers lagen.

[Bearbeiten] Definition

Der Zechstein im lithostratigraphischen Sinne beginnt mit der Ablagerung des Kupferschiefers. Das von Norden kommende Zechsteinmeer hinterließ bei seinen großräumigen Vorstößen in die heutigen mitteleuropäischen Regionen bis zu sieben Zyklen mit erosiv-sedimentären/marin-euxinischen Sedimenten (Werra, Staßfurt, Leine, Aller, Ohre, Friesland und Fulda). In der Literatur wird gelegentlich noch ein achter Zyklus diskutiert, der bisher aber nicht sicher nachgewiesen werden konnte. Entsprechend der Morphologie des Gebietes und der Entfernung zum Beckenzentrum sind zum Beispiel in den Aufschlussgebieten am Südharz nicht alle Zyklen ausgebildet. Der Zechstein wird heute im Wesentlichen mit den internationalen chronostratigraphischen Stufen des Wuchiapingium und Changhsingium korreliert, die zur Serie des Lopingium (oder Oberperm) zusammen gefasst werden. Der Zechstein endet jedoch noch kurz vor der Perm-Trias-Grenze im Changhsingium. Der Beginn ist diachron, und deshalb könnte die Rotliegend-Sedimentation noch bis in das Wuchiapingium hineinreichen.[1] In absoluten Zahlen ausgedrückt begann der Zechstein vor etwa 257,3 Millionen Jahren und endete vor etwa 251 Millionen Jahren.

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Bedeutung

Der Kupferschiefer hatte auf Grund seiner regional verstärkt auftretenden Buntmetallführung als Silber- und Kupferlieferant vom Mittelalter bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhundert große volkswirtschaftliche Bedeutung[2].

Der zweite wichtige Bodenschatz, der in der Zechsteinepoche gebildet wurde, sind die heute noch stark in Abbau stehenden Stein- und Kalisalze.

Als dritter bedeutender Bodenschatz werden die mächtigen Anhydritvorkommen bzw. der aus ihnen durch Wasseraufnahme hervorgegangene Gips seit Jahrhunderten intensiv genutzt[3]. Besonders im Südharzer Zechsteingürtel prägen Gipstagebaue heute vielerorts das Landschaftsbild. Dies führt zu heftigen Kontroversen zwischen den Verbänden der Gipsindustrie[4] und Naturschutzbestrebungen[5].

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ? Siehe Neuenhof-Formation des Oberrotliegenden
  2. ? Heinrich Bahlburg und Christoph Breitkreuz: Grundlagen der Geologie. München: Spektrum Akademischer Verlag 22004 S. 129
  3. ? Mandy Henning: Freiwillige Kooperationen zwischen Naturschutz und Gipsindustrie am Beispiel des Landkreises Osterode am Harz. Dipl.-Arb. Univ. Lüneburg, Fachbereich Umweltwissenschaften, 2006, S. 31ff
  4. ? Die Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen
  5. ? Naturfreunde Niedersachsen: Gipskarst im Südharz

[Bearbeiten] Weblinks






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